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Pressemitteilung

Helle Köpfe für Frankfurt: Das neue Stipendiatenwerk "MainCampus" der Stiftung Polytechnische Gesellschaft stärkt den Wissenschaftsstandort Frankfurt.

Frankfurt, den 22. April 2008. Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main startet heute ihr neues Stipendiatenwerk „MainCampus“. Ab Herbst 2008 vergibt die Stiftung pro Jahr 23 Stipendien an junge Menschen mit herausragender wissenschaftlicher oder künstlerischer Begabung und großem Persönlichkeitspotenzial, die in Frankfurt ihre wissenschaftliche Laufbahn bereits verfolgen oder einschlagen wollen. Die Stiftung will damit hoch qualifizierte Wissenschaftler als Leistungsträger und als Botschafter für den Wissenschaftsstandort Frankfurt gewinnen. Ein besonderer Schwerpunkt des Stipendiatenwerks liegt auf der Förderung des Nachwuchses in den Naturwissenschaften. Das Stipendiatenwerk ist eine langfristige Einrichtung der Stiftung. Es umfasst Stipendien, eine „MainCampus-Akademie“ für die persönliche und fachliche Betreuung der Stipendiaten sowie ein Alumni-Programm.

Die Stiftung bietet drei Stipendienprogramme an: „MainCampus academicus“ richtet sich an besonders qualifizierte Studierende im Master- bzw. Hauptstudium. Hier werden 10 Stipendien jährlich vergeben (fünf in Naturwissenschaften, je eins in Geschichte und Erziehungswissenschaften, zwei in technischen Fächern und eins in Musik- oder Theaterwissenschaft). Die finanzielle Ausstattung des Stipendiums umfasst monatlich einen Grundbetrag von 620 € sowie ein Büchergeld von 50 €. Zum Auswahlverfahren: Die Fachbereiche der Hochschulen schlagen der Stiftung aussichtsreiche Kandidaten vor. Eine unabhängige Kommission wählt die Stipendiaten aus. Die Vorschläge müssen der Stiftung bis zum 15. Juni 2008 vorliegen.

„MainCampus doctus“ heißt das Doktorandenstipendium. Jährlich werden 8 Stipendien vergeben, fünf in Naturwissenschaften, je eins in Erziehungswissenschaften und Geschichte, eins in Musik- und Theaterwissenschaft. Die Stipendiaten erhalten monatlich einen Grundbetrag von 1200 €, ein Forschungsgeld von 100 € sowie einen Familienzuschlag von bis zu 250 €. Kandidaten bewerben sich direkt bei der Stiftung. Eine unabhängige Kommission wählt die Stipendiaten in einer Klausurtagung aus. Bewerbungsfrist ist der 15. Juli 2008.

„MainCampus educator“ richtet sich an junge Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler in Erziehungsverantwortung, die bereits eine überdurchschnittliche Promotion absolviert haben und sich im Habilitationsverfahren oder auf einem vergleichbaren Qualifikationsweg befinden. Jährlich werden 5 Stipendien vergeben. Das Stipendium stellt einen Betrag von monatlich 400 € für zusätzliche Kinderbetreuung und Unterstützung im Haushalt zur Verfügung und bietet ein Qualifizierungsprogramm für Führungspositionen in Wissenschaft und Wirtschaft an. Das Bewerbungsverfahren verläuft wie bei den Doktoranden.

Die Stipendien werden an drei Frankfurter Hochschulen vergeben: der Johann Wolfgang Goethe-Universität, der Fachhochschule Frankfurt am Main sowie der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK).

Die Unterstützung der Stipendiaten geht über den finanziellen Aspekt hinaus. Mit der MainCampus Akademie bietet die Stiftung ein umfassendes Betreuungs- und Qualifizierungsprogramm an. Die MainCampus- Akademie stärkt in gemeinsamen Seminaren die individuelle Handlungskompetenz, unterstützt die Stipendiaten auf ihrem Weg in den Beruf, gibt Anregungen zum interdisziplinären Austausch und bietet Begegnungen mit interessanten Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Kunst und Kultur. Das Programm soll dazu beitragen, Erfahrungen und Impulse aus verschiedenen Bereichen zu gewinnen und für sich zu nutzen.

Das Stipendiatenwerk bewegt sich in der Tradition der Polytechnischen Gesellschaft, Ideen zur Förderung von Bildung, Wissenschaft und Technologie zu entwickeln und direkt umzusetzen. Die Stiftung würde sich darüber freuen, wenn die Stipendiaten Interesse an den Aktivitäten der Stiftung Polytechnische Gesellschaft entwickeln und sich daraufhin in vertretbarem Umfang mit ihren Fähigkeiten aktiv in die Projektarbeit einbringen.

Mit dem habilitierten Physiko-Chemiker Dr. Wolfgang Eimer hat die Stiftung einen hoch kompetenten Fachmann für die Projektleitung gefunden.

Die Bewerbungsformulare sowie weitere Informationen und Details zum Stipendiatenprogramm finden Interessierte unter dem Menüpunkt "Bewerbung".

Rechts

 Von links nach rechts: Dr. Wolfgang Eimer (Projektleiter MainCampus), Dr. Roland Kaehlbrandt (Mitglied des Vorstandes Stiftung Polytechnische Gesellschaft), Prof. Dr. Klaus Ring (Vorstandsvorsitzender Stiftung Polytechnische Gesellschaft), Prof. Dr. Wolf Rieck (Präsident der Fachhochschule Frankfurt), Prof. Dr. Rudolf Steinberg (Präsident der Johann Wolfgang Goethe-Universität), Thomas Rietschel (Präsident der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst).

Prof. Dr. Rudolf Steinberg: 

“Mit der Unterstützung unseres wissenschaftlichen Nachwuchses durch das MainCampus Stipendiatenwerk wird das oft beklagte „brain drain“ sicherlich in ein „brain gain“ gewandelt. Als Polytechniker bin ich ganz besonders von dem Ansatz der MainCampus Akademie begeistert, die Fähigkeiten der jungen Nachwuchswissenschaftler über ihr Fachwissen hinaus zu fördern. Dieses fortschrittliche Konzept wird über Frankfurt hinaus Beachtung und Anerkennung finden. Ich danke der Stiftung Polytechnische Gesellschaft – als großem Stifter in der Stadt Frankfurt – für die großzügige Unterstützung.“

 

Prof. Dr. Wolf Rieck: 

“Die Studierenden an der Fachhochschule Frankfurt, die eines der großzügig bemessenen Stipendien erhalten, werden vom Zeit raubenden, Studienbegleitenden Arbeiten entlastet und können sich so ganz auf ihr Studium konzentrieren. Das Stipendiatenwerk besitzt einen differenzierten, gut durchdachten Ansatz. Im Unterschied zu vielen kurzfristig angelegten Aktivitäten, schafft das dauerhafte Engagement der Stiftung Verlässlichkeit und eine nachhaltige Wirkung.  Ich bin davon überzeugt, dass sich unsere Stipendiaten als würdige Botschafter für den Wissenschaftsstandort Frankfurt erweisen.“

 

Thomas Rietschel: 

“Ich möchte drei Aspekte hervorheben, die für die HfMDK wichtig sind: 1. Das Stipendienwerk will unsere besonders begabten Studierenden fördern und mit der MainCampus Akademie ihre Horizonte erweitern, 2. Durch die Vergabe von Stipendien durch die Stiftung Polytechnische Gesellschaft wird der Stellenwert der Wissenschaft an unserer Hochschule weiter gestärkt und 3. freut mich die Anbindung an die Stadt Frankfurt. Der Austausch der Stipendiaten untereinander, die aus ganz verschiedenen Disziplinen, von den Naturwissenschaften über die Geschichte bis zu den Musikwissenschaften kommen, wird eine ganz besonders spannende und bereichernde Erfahrung für die jungen Menschen sein.“