Anica Scholz: Vernetzung und Nutzen

Anica Scholz war MainCampus-doctus-Stipendiatin der fünften Generation. Als etwas Besonderes hat die Molekularbiologin die zwischenmenschlichen Bande mit ihren Mitstipendiaten in Erinnerung.

Seit 2009 studiert die gebürtige Berlinerin in ihrer neuen Heimat Frankfurt. In der Main-Metropole hat sie sich schnell eingelebt – und über das MainCampus-Stipendium neue Kontakte geknüpft: "Die meisten Stipendiaten wohnen ja in Frankfurt oder in der näheren Umgebung, und dadurch hat sich mein Bekannten- und Freundeskreis beständig erweitert. Wir hatten sehr viel Kontakt miteinander, sowohl bei den Seminaren als auch in unserer Freizeit. Heute noch treffen wir uns regelmäßig zum Kaffeetrinken oder unternehmen etwas, beispielsweise Pilzwanderungen. Das hat das Stipendium immer für mich ausgemacht, dass wir so engen Kontakt hatten." 

Anica forscht am Institut für Biochemie I der Goethe-Universität. Ihre Doktorarbeit hat Protein-RNA-Interaktionen zum Thema. Am Institut arbeitet sie eng mit Dr. Tobias Schmid und Dr. Katharina Zarnack zusammen, die beide ebenfalls MainCampus-Stipendiaten waren.  "Ohne MainCampus hätten wir uns vermutlich nie kennengelernt", berichtet Schmid. Und Anica Scholz ergänzt: "Ich konnte immer sehr von dem Austausch mit den anderen Stipendiaten profitieren. Vor allem Kathi Zarnack hat mich in meiner Arbeit unterstützt, wenn es um das Thema Bioinformatik ging, was einen sehr großen Teil meiner Doktorarbeit ausmacht." Denn für ihr Studium der Biochemie hat Anica Scholz Programmieren lernen müssen: "Ich kann nun Programme in Python schreiben", erzählt sie stolz.

Ein großes Netz

Ein Glücksfall, der zeigt, dass MainCampus nicht nur als Seminarangebot, sondern vor allem auch als Vernetzer fungiert. Anica weiß die bunte Mischung des Stipendiatenwerks sehr zu schätzen: "Die Stipendiaten kommen ja aus unterschiedlichen Disziplinen. Vor MainCampus hatte ich eher weniger Kontakt mit Leuten aus anderen Studiengängen. Durch das Stipendium habe ich Einblicke in andere Disziplinen und Fachbereiche erhalten, und das war sehr interessant und augenöffnend." Bis heute hat sie regen Kontakt mit ihren Weggefährten, sie tauschen sich munter via Whatsapp aus und treffen sich auf Veranstaltungen oder Vorträgen.

Auch die Qualität der Seminare hat die Brünette mit dem strahlenden Lächeln begeistert: "Die Seminare waren alle super. Selbst die, bei denen ich vorher dachte, dass sie eher nicht so ansprechend sind." 

Ob sie nach der Abgabe ihrer Doktorarbeit in Frankfurt bleiben wird, kann Anica noch nicht absehen. Doch egal wohin der Weg sie auch führt, sie wird zusammen mit ihren MainCampus-Weggefährten für immer ein Teil des polytechnischen Alumnikreises sein.