Im Main-Campus-Stipendiatenwerk fördert die Stiftung Polytechnische Gesellschaft hochqualifizierte junge Wissenschaftler und will sie so als Leistungsträger und Botschafter für den Wissenschaftsstandort Frankfurt gewinnen.

Seit Herbst 2008 vergibt die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Stipendien an junge Menschen mit herausragender wissenschaftlicher oder künstlerischer Begabung und großem Persönlichkeitspotenzial, die in Frankfurt ihre wissenschaftliche Laufbahn einschlagen wollen oder bereits verfolgen. Bislang wurden mehr als 160 Stipendiaten gefördert.

Das Main-Campus-Stipendiatenwerk ist interdisziplinär ausgerichtet, mit einem Schwerpunkt in den Naturwissenschaften. Gefördert werden junge, herausragende Studierende und Nachwuchswissenschaftler an der Goethe-Universität, der Frankfurt University of Applied Sciences, der Provadis Hochschule, der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst und der Städelschule. 

Zukünftige Stipendiaten zeichnen sich durch ihre überdurchschnittliche wissenschaftliche Qualifikation, eine hohe Leistungsbereitschaft, außergewöhnliche Kreativität, Weltoffenheit und ihr Interesse für das Gemeinwohl aus.

Das Main-Campus-academicus-Programm richtet sich an herausragend qualifizierte und besonders motivierte Studierende im Master- und Hauptstudium. Eine Eigenbewerbung ist nicht möglich, Stipendiaten werden von den Hochschulen vorgeschlagen.

Main-Campus-academicus fördert Studierende in

Naturwissenschaften
technischen Fächern
Erziehungswissenschaften
Geschichte und Philosophie
Wirtschaftswissenschaften
Musik und Musikpädagogik
Bildende und Darstellende Kunst
Architektur

Die Stipendien werden an der Goethe-Universität, an der Frankfurt University of Applied Sciences, an der Provadis Hochschule, an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst und an der Städelschule vergeben.

Leistungen

Die Förderung umfasst einen finanziellen und einen ideellen Anteil.

Das Stipendium setzt sich aus einem monatlichen Grundbetrag von 670 € sowie 50 € Büchergeld zusammen. Auf Antrag kann ein Zuschuss zur Teilnahme an einer Konferenz oder einem Auslandsaufenthalt gewährt werden.

Das Stipendium wird zunächst für ein Jahr vergeben und kann durch einen formlosen Antrag um ein weiteres Jahr verlängert werden. Die maximale Förderdauer beträgt zwei Jahre.

Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft bietet über die finanzielle Unterstützung hinaus in der Main-Campus-Akademie ein hochwertiges Seminar- und Begegnungsprogramm an. Die Angebote sollen helfen, die eigene Handlungskompetenz zu stärken sowie eigene Berufs- und Lebensperspektiven zu entwickeln. 

Voraussetzungen

Zukünftige Stipendiaten zeichnen sich durch ihre hohe Leistungsbereitschaft und Motivation aus. Sie haben sich im Grund- oder Bachelorstudium bereits ein sicheres Wissen angeeignet, dass über das eigene Fach hinausgeht. Darüber hinaus engagieren sie sich für das Gemeinwohl.

Die Bewerber sollten mitbringen:

  • überdurchschnittlichen Abschluss des Bachelors oder des Grundstudiums 
  • Abschluss des Studiums innerhalb der Regelstudienzeit (Abweichungen sollten begründet werden)
  • Bereitschaft zum interdisziplinären Denken und Handeln
  • Interesse an den gesellschaftlichen Bezügen des betreffenden Wissensgebietes und am Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft
  • Personale und soziale Kompetenz (gute Allgemeinbildung, Einsatzbereitschaft, Teamgeist, Kommunikationsstärke, etc.)
  • Verantwortungsbereitschaft und gesellschaftliches Engagement
  • Weltoffenheit
  • Bereitschaft, sich in vertretbarem Umfang in Aktivitäten der Stiftung einzubringen

Das Stipendium Main-Campus-doctus richtet sich an hervorragend ausgebildete junge Wissenschaftler, die an ihr überdurchschnittlich abgeschlossenes Studium eine wissenschaftlich anspruchsvolle Promotion anschließen wollen. Die wissenschaftliche Arbeit muss weitgehend an der Goethe-Universität Frankfurt am Main oder der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst durchgeführt werden.

Main-Campus-doctus wendet sich an Doktoranden in

Naturwissenschaften
Erziehungswissenschaften
Gesellschaftswissenschaften
Geschichte und Philosophie
Psychologie
Musikpädagogik und Musikwissenschaften (Hochschule für Musik und Darstellende Kunst)

Zum Bewerbungszeitpunkt muss das Thema der Promotion feststehen und eine Zusage des betreuenden Hochschullehrers für einen Arbeitsplatz vorliegen.

Leistungen

Die Förderung umfasst einen finanziellen und einen ideellen Anteil.

Das Stipendium setzt sich aus einem monatlichen Grundbetrag von 1.300 € und einem Forschungsbeitrag von 100 € zusammen, der für Sach- und Reisekosten (z.B. Bücher, Reisen zu Tagungen und Forschungszwecken) eingesetzt werden kann, die im Zusammenhang mit der wissenschaftlichen Arbeit stehen. Auf Antrag kann eine Unterstützung zu karrierefördernden Maßnahmen gewährt werden.

Über die finanzielle Unterstützung hinaus bietet die Stiftung ein umfangreiches Betreuungs- und Qualifizierungsprogramm an. In der Main-Campus-Akademie wird in gemeinsamen Seminaren mit erfahrenen Trainern die individuelle Handlungskompetenz gestärkt.

Das Stipendium wird zunächst für ein Jahr vergeben und kann durch einen formlosen Antrag um jeweils ein Jahr verlängert werden. Die maximale Förderdauer beträgt drei Jahre.

Voraussetzungen

Die Stiftung erwartet, dass die Bewerber über eine hervorragende wissenschaftliche Qualifikation verfügen und nachweislich ein persönliches Profil entwickelt haben sowie Bereitschaft zeigen, sich für das Gemeinwohl zu engagieren. Sie sollten mitbringen:

  • überdurchschnittlichen Master- oder Diplomabschluss
  • Abschluss des Studiums innerhalb der Regelstudienzeit (Abweichungen sollten begründet werden)
  • Bereitschaft zum interdisziplinären Denken und Handeln
  • Interesse an den gesellschaftlichen Bezügen des betreffenden Wissensgebietes sowie am Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft
  • Personale und soziale Kompetenz (gute Allgemeinbildung, Einsatzbereitschaft, Teamgeist, Kommunikationsstärke, etc.)
  • Verantwortungsbereitschaft und gesellschaftliches Engagement
  • Weltoffenheit
  • Bereitschaft, sich in vertretbarem Umfang an Aktivitäten der Stiftung einzubringen

Die Bewerber für ein Doktorandenstipendium in den Geistes- und Sozialwissenschaften sollten ein Promotionsthema mit Bezug zu den Handlungsfeldern der Stiftung Polytechnische Gesellschaft bearbeiten. Näheres zu diesen Handlungsfeldern der Stiftung findet sich auf der Stiftungs-Website.

Main-Campus-educator richtet sich an promovierte Wissenschaftler in Naturwissenschaften und Medizin, die in Erziehungsverantwortung stehen. Die potenziellen Stipendiaten haben bereits eine überdurchschnittliche Promotion erreicht und befinden sich im Habilitationsverfahren oder auf einem vergleichbaren Qualifikationsweg an der Goethe-Universität.

Leistungen

In diesem Programm setzt die Stiftung voraus, dass die Kosten für den Lebensunterhalt bereits anderweitig gewährleistet sind. Das Stipendium besteht aus einem monatlichen Grundbetrag von 400 Euro. Diese finanziellen Mittel können für eine zusätzliche Kinderbetreuung oder eine Unterstützung im Haushalt eingesetzt werden.

Der Programmschwerpunkt liegt auf einem hochwertigen und anspruchsvollen Trainings- und Qualifizierungsprogramm. Die Stipendiaten werden auf diese Weise sehr intensiv auf eine Führungsposition vorbereitet. Ein ausgewogenes Verhältnis von Theorie und Praxis wird durch den Austausch mit Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft bereichert. Darüber hinaus erhalten die Stipendiaten Unterstützung in ihrem individuellen Karriereprozess.

Das Stipendium wird zunächst für ein Jahr vergeben und kann durch einen formlosen Antrag um ein Jahr verlängert werden. Die maximale Förderdauer beträgt zwei Jahre.

Voraussetzungen

Die Stiftung erwartet, dass die Bewerber über eine hervorragende wissenschaftliche Qualifikation verfügen und nachweislich ein persönliches Profil entwickelt haben sowie die Bereitschaft zeigen, sich für das Gemeinwohl zu engagieren. Sie sollten mitbringen:

  • überdurchschnittliche Promotion, Ziel: Eine Führungsposition an einer (universitären) Forschungseinrichtung auszufüllen
  • Bereitschaft zum interdisziplinären Denken und Handeln
  • Interesse an den gesellschaftlichen Bezügen ihres Wissensgebietes sowie am Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft
  • Personale und soziale Kompetenz (gute Allgemeinbildung, Einsatzbereitschaft, Teamgeist, Kommunikationsstärke, etc.)
  • Verantwortungsbereitschaft und gesellschaftliches Engagement
    Weltoffenheit
  • Bereitschaft, sich in vertretbarem Umfang an Aktivitäten der Stiftung einzubringen

Stimmen zum Main-Campus-Stipendiatenwerk

Neugierig auf interessante junge Persönlichkeiten übernehme ich gerne die Stellung als Mentor. Fachliche Inkompetenz zum Beispiel bei Natur- oder Lebenswissenschaften versuche ich mit Lebenserfahrung und Netzwerk zu ersetzen. Für mich ist es allemal ein Gewinn.

Ekkehardt Sättele

Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, Begleiter im MainCampus-Stipendiatenwerk

MainCampus ist ein wirkliches Unikat: Es bietet jungen hochmotivierten Menschen in Frankfurt finanzielle, akademische und ideelle Unterstützung. Damit schärft es nicht nur Frankfurts Profil mit seinen Hochschulen sowie Kunst- und Wissenschaftseinrichtungen, sondern auch das von Hessen insgesamt.

Boris Rhein

Hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst

Sechs Mentees begleitete ich bisher als Mentorin im Main-Campus-Stipendiatenwerk. Eine große Chance für beide Seiten ist diese Weitergabe von Lebens- und Berufserfahrungen mit allen Tipps und Tricks an die nächste Generation – bereichert durch den Austausch unterschiedlichster Wissenswelten, die sich im Alltag vielleicht nie begegnet wären.

Dr. Anette Rein

Ethnologin, Begleiterin im MainCampus-Stipendiatenwerk

Mich faszinieren die hochwissenschaftlichen und trotzdem für die Menschen in unserer Gesellschaft relevanten Themen, mit denen sich die inzwischen sieben Generationen an Main-Campus-Stipendiaten befassen. Den durch die Vernetzung dieser Menschen erzeugten zusätzlichen Schub an Fortschritt kann ich nur schwer abschätzen.

 

Prof. Dr. Udo Müller-Nehler

Vorstand Provadis School of International Management and Technology AG

Die HfMDK bildet ihre Studierenden zu professionellen und sozial verantwortlichen Künstlern, Pädagogen und Wissenschaftlern aus. Dank des Main-Campus-Stipendiatenwerks können wir gerade diejenigen unterstützen, die sich nicht nur durch exzellente Leistungen, sondern auch durch ihr Engagement für das Gemeinwohl auszeichnen.

Prof. Christopher Brandt

Präsident der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst

"Die Frankfurt UAS schafft "Chancen durch Bildung": wir fördern die Potenziale unserer Studierenden mit ihren ganz unterschiedlichen kulturellen (Bildungs-)Hintergründen. Dabei fühlen wir uns den Zielen der Arbeit der Polytechnischen Gesellschaft auch als stark wachsende und international orientierte Hochschule sehr verbunden und sind dankbar für diese fruchtbare Partnerschaft."

Prof. Dr. Frank E. P. Dievernich

Präsident der Frankfurt University of Applied Sciences

Ich engagiere mich als Mentor von Main-Campus-Stipendiaten, weil es mir Freude bereitet, hochbegabte, intelligente junge Menschen kennenzulernen und zu begleiten, die auf ganz anderen Gebieten forschen als jenen, auf denen ich tätig bin.

Dr. Kersten von Schenck

Rechtsanwalt & Notar; Begleiter im MainCampus-Stipendiatenwerk